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Tierrechte der Partei Die Linke

Aktuelles

Ein Wal, sein Leid und unsere Wahrnehmung

BAG Tierrechte

Als BAG Tierrechte haben wir uns, wie auch viele andere, umfangreich mit der Strandung des Buckelwals Timmy beschäftigt. Wir haben versucht Expertenperspektiven zu verstehen, Expertenmeinungen einzuordnen und ein Verständnis dafür zu bekommen, was in einer solchen Situation wichtig ist. Die öffentliche Emotionalisierung ist dabei nicht gänzlich an uns vorbei gegangen. Gleichzeitig haben wir bei diesem Gefühlsaufkommen unsere intersektionalen Werte nicht vergessen. Aus unserer Sicht ist die mediale Fokussierung auf das Leid eines Individuum letztlich speziesistisch. Die dauerhafte Aufmerksamkeit funktioniert, weil wir Menschen gegenüber einen Wal grundsätzlich andere emotionale Zugänge haben, als anderen Lebewesen gegenüber. Für ein Individuum einer anderen Art wären derart aufwändige Rettungsversuche undenkbar. In der Massentierhaltung wird zudem die Dokumentation des Leids kriminalisiert. Im Zusammenhang mit dem Wal spielt sie Sendern und Plattformen erhebliche Gewinne ein. Auf dieser Grundlage haben wir als BAG Tierrechte im vergangenen Monat stetes auch an jede gedacht, die keine Hilfe bekommen, oder sogar absichtlich ihrem Leid ausgesetzt sind. 
Für industriell gequälte Schweine, Hühner, Rinder, Schafe und Fische gibt es in dieser Welt kein Mitgefühl, keine Empathie. Sie existieren um Ermordet zu werden. Ihr Wert liegt in den Produkten, die aus ihnen gewonnen werden. 
 
Selbstverständlich ist aber ein leidender Wal ebenfalls einer zu viel! Zudem ist auch dieses Elend menschgemacht. Die Linke setzt sich schon seit Jahren für ein Verbot von Stell- und Schleppnetzen ein. Eine mögliche Theorie besteht darin, dass ein solches diesem Wal zum Verhängnis geworden ist. Sicher ist zudem, dass Strandungen in Zukunft auf Grundlage der klimatischen Veränderungen, der zunehmenden Schifffahrt und der weiteren Fischerei häufiger werden. Wir konnten in den letzten Wochen live verfolgen, wie sehr es an Sicherheitskonzepten, Experten, Ressourcen und Erfahrung fehlt. Eine Lücke, die sich nicht ohne politischem Einsatz schließen wird. Allerdings hilft es Nichts einzig und allein Krisenmaßnahmen aufzubauen. Für uns als BAG Tierrechte ist der Kampf gegen die Ursache, die den Strandungen zu Grunde liegt essentiell. Unserer Auffassung nach wird jedes Krisenmanagement in Zukunft genauso versagen, wenn wir nicht entscheiden den Kampf gegen Ursachen zu gewinnen.

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